druckkopf

Bruno Bär
Wanderung

Der Bruno, der Kini und sein Schwansee

Ausgangspunkt dieser Fahrradtour ist die Gaststätte „Husar“ in Garmisch bei der alten Pfarrkirche. Von dort über die Frühlingsstraße und die Maximilianstraße vorbei am Sportstadion Richtung Kasernen. Nach der Loisachbrücke den Radweg nach Grainau benutzen. Dieser führt weiter an der Loisach entlang bis nach Griesen. Er ist auf diesem Teilstück deckungsgleich mit der Via Claudia Augusta. In Griesen den Radweg verlassen, die Bundesstraße queren und vor der Brücke der Sunkenlaine den Weg Richtung Plansee/Linderhof benutzen. Nach kurzer Zeit zweigt der Weg Richtung Friederspitz /Linderhof ab. Nach der Durchquerung des Friedermooses (kann man sich ruhig Zeit zur Besichtigung oder Pause lassen) gelangt man an einen Holzplatz mit vielen Schildern. Wenn man das richtige Hinweisschild findet, weiter Richtung Linderhof und Graswang. Nach kurzen Aufstieg muß man erneut aufpassen. Auch hier ist es unübersichtlich: Es gibt das Schild Linderhof/Graswang/Rotmoosalm. Manche Schilder sind leider ohne Richtungszeichen.
 
Den Weg weiter bergauf Richtung Rotmoosalm. Wenn man Pech hat und dem falschen Schild gefolgt ist, erlebt man eine rasante Abfahrt und ist wieder auf der Griesener Bundesstaße (Ochsen Hütte) und darf die 300 hm wieder zurück fahren. Nach den verlandeten kleinen See zur Linken geht es 8 km bergab zur Bundesstraße nach Graswang. Konzentration ist hier geboten. Der Weg ist anfänglich steil und immer feinschottrig, d.h. man gerät schnell ins Rutschen.
An der Bundesstraße durchs Ammertal angekommen, kann man noch schnell den Abstecher links nach Linderhof unternehmen. Ansonsten auf dem Radweg auf ebenen Gelände nach Graswang. Dem Radweg nach Ettal folgend, sieht man nach der Brücke eine seltsame Kapelle.

Ludwigs Kampf mit dem Bär, gemeinfrei

Graswangtal zwischen Linderhof und Ettal, Foto HJHereth, www.fluchtwege.eu
Der freistehenden Rundbau besitzt eine ebenso große Kuppel wie das kleine Gebäude selbst groß ist. Nach der Ettaler Mühle hört der Radweg plötzlich auf. Man kann aber den Fußweg weiter bis zum Parkplatz Notkarspitze nehmen. Ab hier geht es den Ettaler Berg auf der Bundesstraße runter. Dieses Stück kann man mit ordentlichen Tempo abfahren. Die Autos sind meist auch nicht schneller. In Oberau auf der B2 Richtung Garmisch. Nach 1,5 km zweigt der Radweg über Farchant und Burgrain ab. Auf diesen zum Ausgangspunkt. Alternativ kann man in Oberau die Bundesstraße überqueren und entlang der Loisach nach Farchant fahren.
 
Weglänge: ca. 55 km, auch für Mäßiggeübte überschaubare Steigungen ab Griesen. Wege auf gepflegten Forststraßen. Wer lieber größere Steigungen fahren will muß an der Ochsenhütte in den Weg einsteigen. Der Weg ist mit einem guten Tourenrad zu bewerkstelligen. Ein Mountainbike ist aber zur eigenen Sicherheit von Vorteil. Dauer ca. 3 Stunden.
 
Alternativ kann man den Weg auch zu Fuß bewältigen. Mit der Außerfernerbahn von Garmisch nach Griesen. Von dort den Weg nach Linderhof. Die ganze Wegstrecke ist seltsam. Der Wald wirk irgendwie verwunschen, als ob die Zeit stehengeblieben wäre. Auch Einheimische verlaufen sich in der Gegend des Friedergrießes schon mal. Ab der Rotmoss hat man mehrere Alternativen: den Weg weiter Richtung Graswang, oder über die Steppbergalm und oder die Kramerspitze nach Garmisch zurück. Geht man ins Graswangtal, kann man mit dem Bus zurück nach Ettal/Oberammergau fahren und von dort nach Garmisch zurück. Empfohlene Einkehr ist die Ettaler Mühle. Auch in Ettal gibt es mehrere Wirtschaften. Doch Vorsicht mit dem Ettaler Bier: es schmeckt zwar gut, verursacht aber leicht starke Kopfschmerzen. Vielleicht liegt das daran, dass es die Patres nicht selbst brauen, weil sie die Namenrechte an ihrem Bier an eine norddeutsche Großbrauerei vergeben haben.
 
„Brunos“ Weg
 
Linderhof – Brunnenkopfhütte – Hennenkopf – Pürschling Häuser – Linderhof
Fahrt vorbei an Graswang, wo mit Bruno am 20. Mai 2006 erstmals wieder ein freilebender Bär deutschen Boden erreicht. Als appitizer genehmigt er sich dort ein paar Schafshappen.
 

Graswang im Ammertal, Foto HJHereth, www.fluchtwege.eu
Mountainbike-Tour zu den Reißstellen
Graswang – Linderhof –Elmaugries entlang des Kienjochs am Elmaubach – Wechsel auf den Wanderweg, ab Schwarzenbach bis zur Ochsenhütte. Von dort auf der via claudia augusta (Wander- und Radweg) nach Grainau und Hammersbach (Plünderung eines Hühnerstalls am 22. Mai 2006) nach Garmisch-Partenkirchen. Von dort hat sich „Bruno“ Richtung Österreich davon gemacht. Wahrscheinlich über Kaltenbrunn oder den Eckbauer, Elmau, Ferchensee Richtung Rofangebirge (25. Mai.2006). Die Tour geht von Garmisch an den Schafweiden von Farchant (heute nicht mehr so gut bewacht) vorbei nach Oberau. Nach Bezwingung des Ettaler Berges ist man fast schon wieder in Graswang
 
Infos
 
Naturpark Adamello Brenta
mit Projekt »Life Ursus«
Via Nazionale 24 · I - 38080 Strembo (Tn)
Tel.: 0039/ 0465 806-666, Fax –699
 
Besucherzentrum „Pro Locodi „Bruno“
38010 Spormaggiore
Tel7Fax: 0039/0461/653637
info@prolocospormaggiore.tn.it
Montags geschlossen, das Bärengehege hat geöffnet.
Anreise: A 22 Brenner-Modena, Ausfahrt San Michele All`Adige-Mezzocorona. Dort nach Mezzolombardo (schönes Städtchen, sehenswert), von dort Richtung Madona di Campiglio/Claes. Nach ca. 3 km Bergfahrt kommt ein Kreisel mit Tunnelgewirr. Nicht Richtung Claes, sondern rechten Tunnel nehmen. In Serpentinen den Berg rauf nach Sparmaggiore.
 
Vintschgau
Wandervorschlag auf den Spuren von Julius Payer: Payer-Hütte (3029 m) oder Tabaretta-Hütte (2556 m )/Sulden am Ortler: über die Bärenscharte zum Gletscherriesen König Ortler
 
Tirol
Auf den Spuren des letzten österreichischen Bären:
Gedenktafel der Abschußstelle im Stallental bei Völz bzw. Schwaz/Inntal. In der Nhe zeigen viele Namen von einem ehemals großen Bären vorkommen:  z.B. am Achensee-Südufer: Bärenbacher Wald, Bärenkopf, Bärenras, in der Eng: Bärenwand, Bärenwandkopf
 
Via Claudia Augusta
erste Alpentraverse/Straße:
Weihesteine in den Silvanus und Diana gemeinsam verehrt wurden.
in römischer Zeit gab es Bärenjäger (ursarii), die ihren Lebensunterhalt mit dem Fangen von Bären  für die Tierhetzen in den Arenen verdiente.


Das Foto "Ludwigs Kampf mit dem Bär", ist eine der Illustrationen, die den 108 Lieferungen von Karl Mays "Wege zum Glück", erschienen im Verlag Münchmeyer 1886-1888 beigefügt wurden. Es ist gemeinfrei
© 2017 • Dr. Hans-Jürgen Hereth • Wertschätzung